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Von Grat zu Grat zum Jaunpass

Rellerligrat - Bire - Hundsrügg - Jaunpass

Bergspitzen und Felszacken in allen Variationen: Auf der kurzweiligen Höhenwanderung vom Rellerligrat über den langgestreckten Hundsrügg zum Jaunpass bekommt man eine faszinierende Bergwelt zu Gesicht. Einen kurzen, aber heftigen Aufstieg auf den höchsten Punkt des Hundsrügg gilt es zu bewältigen, ansonsten verläuft die Gratwanderung angenehm flach. Ein idealer Familienausflug.

Idylle nach schweisstreibendem Aufstieg: Der Hundsrügg.(Aurel Märki)
 
  Praktisches zum Tipp  
     
  Anforderungen: Leicht bis mittel. Grosse Teile der Wanderung schattenlos (Sonnenschutz nicht vergessen!).

Anfahrt: Mit der Bahn bis Schönried und weiter mit der Gondelbahn auf den Rellerligrat.

Rückfahrt: Mit dem Postauto bis Boltigen im Simmental oder Bulle und weiter mit der Bahn (Boltigen) oder Bus bis Freiburg (Bulle).

Distanz: Rund 12,5 km.

Wanderzeit: Hinweg 3 h 40, Rückweg 3 h 50.

Jahreszeit: Frühsommer bis Herbst.

Verpflegung unterwegs: Restaurants auf dem Rellerligrat und auf dem Jaunpass.
 
     
  Links:
SBB-Fahrplan
Schönried
Jaunpass
Boltigen
Snowparadise.ch
«Bund»-Wetter
 


Michael Fankhauser

Wir starten sanft und bequem: Die Gondelbahn bringt uns in rund einer Viertelstunde von Schönried (1230 Meter) auf den Rellerligrat (1831 Meter) – und nimmt uns so rund 600 Höhenmeter ab. Der Rellerligrat ist ein kleiner Freizeitpark: Wer das Abenteuer sucht, findet hier eine Rodelbahn und eine Kartpiste. Wir aber wandern los. Ein breiter und nicht sonderlich attraktiver, weil vielbegangener Pfad führt uns zunächst um den Hugeligrat herum. Weidende Kühe lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Nicht aus der Ruhe zu bringen: Kühe am Wegrand.(Aurel Märki) Wir umgehen auch den Planihubel und folgen dem Wegweiser «Hundsrügg – Jaunpass». Der Weg ist nun streckenweise ausgewaschen und sumpfig. Ein rauschender Bach wird überquert, die Landschaft ist in diesem Streckenabschnitt ungewöhnlich wild. Bald ist die Alp Bire (1789 Meter) erreicht. Eine kurze Rast drängt sich auf. Denn nun steht das anstrengendste Teilstück der Tour bevor: der Aufstieg zum Hundsrügg.

Sicht bis zum Mont Blanc

Mit der Gemächlichkeit ist es einstweilen vorbei. Immerhin: Der erste Teil des Aufstiegs erfolgt durch schattenspendenden Tannenwald. In Serpentinen wandern wir bis zum Punkt Luegle (1838 Meter). Nun geht’s schnurgerade und ohne Umschweife den steilen, baumlosen Hang hinauf. Schliesslich ist der langgestreckte Höhenzug des Hundsrügg erreicht. Die böse Überraschung: Bis zum höchsten Punkt (2046 Meter) muss ein weiterer schweisstreibender Aufstieg gemeistert werden. Doch dann wird alles gut: Das Panorama ist grandios; an klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Montblanc!

Bergspitzen, so weit das Auge reicht.(Aurel Märki) Der Hundsrügg ist im Sommer ein einziger blühender und duftender Alpengarten. Wir folgen einem schmalen, äusserst romantischen Pfad zwischen üppigem Buschwerk und gelangen zu einer weiteren Kuppe (mit Gipfelkreuz und -buch!). Nun sehen wir auch schon den Zielort vor uns: den Jaunpass (1504 Meter). Über Hürli (1800 Meter) und die Höhenterrasse Oberenegg Läger (1689 Meter) steigen wir hinunter. Recht attraktiv ist das letzte Stück der Wanderung: Wir passieren die bemerkenswerte Moorlandschaft des Jaunpasses (siehe «by the way»). Bis zur Passhöhe (1504 Meter, Postauto-Halt) ist es nun mehr ein Katzensprung.


 by the way

Eine höchst anmutige Naturlandschaft – und ein einmaliges Naturerlebnis: Die Region um den Jaunpass ist eine ausgesprochene Feuchtzone. Mehrere Hoch- und Flachmoore, teilweise von nationaler Bedeutung, befinden sich im Gebiet. In den Flachmooren leben rund 200 Pflanzenarten, darunter viele Orchideen, die sibirische Schwertlinie, Mehlprimel, Moorbläuling, Bekassine. Auf den nassen, sauren und nährstoffarmen Hochmooren dagegen gedeihen nur extrem spezialisierte und angepasste Pflanzen wie zum Beispiel das seltene und empfindliche Wollgras oder der insektenfangende Rundblättrige Sonnentau.

Die Moorlandschaften bieten zudem Lebensraum für Braunkelchen, Wachteln, Kreuzottern, Grasfröschen und viele andere seltene Tiere. In den Schluchtenwäldern um den Jaunpass haben sich zudem vom Aussterben bedrohte Tiere wie der Uhu, der Steinadler oder der extrem rare Auerhahn eingenistet. Und mit etwas Glück kann man sogar einen Luchs erspähen.



 
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